Heizkörper
Der heutige Heizkörper ist leistungsfähig und formschön. Die Gliederbauweise gestattet eine Anpassung an jede bauliche Gegebenheit. Neben dem klassischen Glieder - Radiator bieten sich heute zahlreiche andere Möglichkeiten an.
Wegen ihrer flachen Bauweise und ihrem glatten, pflegeleichten Äußeren geben viele Bauherren und Modernisierer den Plattenheizkörpern den Vorzug. Diese haben glatte, wasserführende Innenschalen, die mit der (glatten oder profilierten) Frontschale verbunden sind.
Neben einer Vielzahl von Standartmodellen gibt es ein umfangreiches Angebot an Sonderbauten und Ausführungen, die neben ihrer Funktion als Wärmeverteiler auch als harmonische Gestaltungselemente im Wohn, Bad- und Arbeitsbereich eingesetzt werden können. Damit sie architektonisch richtig zur Geltung kommen, sollten sie von vorneherein ein Teil der Gesamtplanung sein. Es ist immer ärgerlich für Sie als Bauherr oder Hauseigentümer solche Möglichkeiten erst dann zu entdecken, wenn der Bau oder Umbau in vollem Gange ist und jede Änderung zusätzlichen Aufwand und Kosten verursacht.
Solche Heizkörper mit mehreren Funktionen erwärmen zum Beispiel im Badezimmer nicht nur den Raum, sondern auch die Handtücher.
Sie können in gebogenen oder gewinkelten Ausführungen nach Maß geliefert werden. Sie können als Geländer, Brüstungselement oder Raumteiler dienen, als Deckenstrahler oder Badewannenschürze eingesetzt werden.
Gerade Badezimmer- Heizkörper haben in den letzten Jahren weite Verbreitung gefunden. Diesen Heizkörpertyp können Sie auch mit einer zusätzlichen elektrischen Heizpatrone haben, die während der Übergangszeiten oder in den Sommermonaten die Heizungsfunktion übernimmt, wenn die Zentralheizung außer Betrieb ist. Solche Patronen lassen sich auch über Digitaluhren steuern. Das kostet natürlich wieder mehr Geld.
Dem Komfort sind hier jedoch kaum Grenzen gesetzt.
Möglichst breite Heizkörper mit geringen Tiefen ergeben ein weitgehend gleichmäßiges vertikales und horizontales Temperaturprofil im Raum.
Heizkörper sollten nicht in Bodenschächten oder hinter Verkleidungen angebracht werden. Nicht nur die Reinigung wird dadurch erschwert, sondern auch ihre Funktion kann beeinträchtigt werden.
Selbst in recht alten Gebäuden und Wohnungen kann man heute eine Modernisierung der Wärmeverteilung durch Austausch der Heizkörper ohne Probleme vornehmen. Dabei werden oft solche Heizkörper empfohlen, die unten liegende Anschlüsse haben, denn dann brauchen keine Mauerschlitzarbeiten durchgeführt zu werden; die neuen Rohrleitungen bleiben später hinter speziellen Sockelleisten verborgen. Das ist eine sehr zeit-, lärm- und schmutzsparende Erneuerung.
Für Heizkörper wird Platz an der Außenwand benötigt, vorzugsweise unterhalb der Fensterflächen. Und zwar nicht, weil Sie da ohnehin kaum Möbel aufstellen werden, sondern weil die von den Fenstern herabfließende kalte Luft von den Heizkörpern aufgefangen und erwärmt wird.
Die Ära der uni-weiß oder uni-elfenbein lackierten Heizkörper ist vorbei. Heizkörper von heute können in Ihrem Farbton nach Wunsch geliefert werden, zum Beispiel passend zum Farbton der Sanitäreinrichtung Ihres Badezimmers. Neueren Datums sind die gelungenen Versuche, solche in der Regel weiss lackierten oder pulverbeschichteten Flächen eine persönliche Note durch das Bedrucken mit einem Motiv nach eigenem Wunsch und Geschmack zu geben.
Im allgemeinen enthalten die für die Heizkörper verwendeten Lacke keine Lösungsmittel mehr oder nur noch einen sehr niedrigen Anteil. Moderne Marken - Heizkörper sind daher umweltfreundlich bei der Herstellung, emissionsfrei bei der Inbetriebnahme und damit anwenderfreundlich und unbedenklich.
Für moderne Niedertemperaturheizungen wird in jedem Fall die Auslegung der Heizkörper für diese Betriebsart empfohlen, um die besten Ergebnisse in Energieeinsparung und Wirkung zu erzielen. Das bedingt eine exakte Planung von Wärmebedarf und Rohrnetz sowie die raumweise Heizkörperfestlegung in Größe, Anordnung und Heizmittelstrom.